Einleiten von Schwimmbadwässer in die Fäkalkanalisation

 

Grundsätze laut Mitteilung der Salzburger Landesregierung vom 27.01.1997

Zur Vermeidung unnötiger hydraulischer Belastungen der vorhandenen Abwasserreinigungsanlagen durch Wässer, die nicht unbedingt einer Reinigung in einer zentralen Reinigungsanlage bedürfen und zur Sicherstellung einer einheitlichen Vorgangsweise im Bundesland Salzburg sollten die nachfolgenden wasserwirtschaftlichen Grundsätze beachtet werden.

Man muss zwischen den anfallenden Wässern unterscheiden.

 

Art der anfallenden Wässer:

A) Wässer aus der Beckenentleerung

B) Rückspülwässer aus der Wasseraufbereitung und Reinigungswässer

 

Grundsätze für die Behandlung, Ableitung und Emissionsgrenzwerte:

A) Wässer aus der Beckenentleerung

  • Die Grenzwerte der Allgemeinen Abwasseremissionsverordnung sind einzuhalten. Diese Grenzwerte können in der Regel bei einer Wasseraufbereitung ohne Überdosierung durch eine ausreichende Reaktionszeit (1-2 Tage Standzeit das Beckenwasser ohne Beigabe von Desinfektionsmitteln) bzw. allenfalls unter Beigabe eines Chlorbindemittels erreicht werden.
  • Versickerungen sollten nur dann zugelassen werden, wenn sich keine andere Möglichkeit der Ableitung bietet. In diesem Falle ist als zusätzliche Vorreinigung ein Aktivkohlefilter (oder eine gleichwertige Anlage) anzuordnen. Die Dimensionierung hat sich nach der Wassermenge und dem Gehalt an Desinfektionsmitteln zu richten.
  • Die Ableitung über die Kanalisation in die Abwasserreinigungsanlage sollte grundsätzlich vermieden werden. Die Einleitung in den Schmutzwasserkanal ist bei einer Abwasserentsorgung nach dem Trennsystem nicht zulässig.

 

B) Rückspülwässer aus der Wasseraufbereitung und Reinigungswässer

  • Diese sind generell über die Kanalisation abzuleiten, wobei die Grenzwerte der Allgemeinen Abwasseremissionsverordnung einzuhalten sind.
  • Sollte eine Ableitung über eine Kanalisation nicht möglich sein, dürfen diese Wässer erst nach einer biologischen Reinigung einem geeigneten Vorfluter zugeführt werden. Für diesen Fall ist eine wasserrechtliche Bewilligung erforderlich.